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Forschungsschwerpunkt
„Mediation im öffentlichen Bereich“
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Anwendungsbereiche
Mediation (lat. mediare = vermitteln) ist ein strukturierter Prozess der alternativen
Konfliktregelung, der als Ergänzung zu behördlichen bzw. gerichtlichen
Verfahren mit zunehmendem Erfolg angewandt wird. Konflikte waren und sind ein
unvermeidlicher Bestandteil des menschlichen Zusammenlebens in einer Gesellschaft
und treten in unterschiedlichen Bereichen auf:
- Wirtschaft: Konflikte am Arbeitsplatz, bei Betriebsübergaben, Unternehmensfusionierungen,
Konflikte mit Anrainern bei Betriebsansiedelungen
- Umwelt/ Öffentlicher Bereich: energie-, verkehrs-, abfallpolitische
Projektvorhaben mit Auswirkungen auf Mensch und Umwelt (z.B. Standortfragen
für Deponien, Müllverbrennungsanlagen; Infrastrukturprojekte, ...)
- Schulischer Bereich: Konflikte zwischen SchülerInnen bzw. im Spannungsverhältnis
SchülerInnen – LehrerInnen – Eltern, Konflikte im Lehrerkollegium
und mit der Schulleitung
- Privater Bereich: Konflikte zwischen Familienmitgliedern, Scheidungen,
Generationenkonflikte, Nachbarschaftskonflikte
Im Rahmen eines Mediationsverfahrens werden die Konfliktparteien unter Anleitung
eines allparteilichen (neutralen) Mediators bei der eigenverantwortlichen Lösung
ihrer Konflikte unterstützt. Die daraus resultierenden, wesentliche Vorteile sind:
- Verkürzung von Verfahren und verbesserte Entscheidungsvorbereitung
(Beschleunigung nachgeschalteter behördlicher Genehmigungsverfahren,
z.B. bei Betriebsanlagenerweiterungen)
- Geringere Kosten durch Vermeidung langwieriger, kostenintensiver
Gerichtsverfahren
- Optimierung von Problemlösungen durch Erweiterung der Lösungsoptionen
- Entwicklung zukunftsfähiger (haltbarer) Lösungen
- Förderung des gegenseitigen Verständnisses der Konfliktparteien
(Annäherung verfeindeter Gruppen, Verbesserung der Kommunikation)
- Selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Lösen von Konflikten
(Konflikte werden nicht durch Dritte – z.B. Richterspruch – entschieden)
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